Gesetz zur
Gleichstellung von Frau und Mann im öffentlichen Dienst des
Landes Bremen
(Landesgleichstellungsgesetz)
Vom 20. November 1990
(Brem.GBl. S. 433). Zuletzt geändert durch
Gesetz zur Neuregelung des Beamtenrechts in der Freien Hansestadt Bremen - BremBNeuG vom 22.12.2009 (Brem. GBl. 2010 S. 17)
; In-Kraft-Treten 01.02.2010
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
§ 1 Ziel des GesetzesZur
Verwirklichung der
Gleichstellung von Frauen und Männern werden Frauen im
bremischen öffentlichen
Dienst nach Maßgabe dieses Gesetzes gefördert. § 2 GeltungsbereichDieses
Gesetz gilt für die
Verwaltungen des Landes Bremen und der Stadtgemeinde Bremen und
Bremerhaven und
die sonstigen nicht bundesunmittelbaren Körperschaften,
Anstalten und
Stiftungen des öffentlichen Rechts im Lande Bremen sowie die
Gerichte des
Landes Bremen. § 3 Ausbildungsplatzquoten(1) Bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen sind Frauen mindestens zur Hälfte je Ausbildungsgang zu berücksichtigen. (2)
Bei der Besetzung von
Ausbildungsplätzen für Berufe, die auch
außerhalb des öffentlichen Dienstes
ausgeübt werden und für die nur innerhalb des
öffentlichen Dienstes ausgebildet
wird, findet eine vorrangige Berücksichtigung von
Bewerberinnen nicht statt. § 4 Einstellung, Übertragung eines Dienstpostens und Beförderung(1) Bei der Einstellung, einschließlich der Begründung eines Beamten- und Richterverhältnisses, die nicht zum Zwecke der Ausbildung erfolgt, sind Frauen bei gleicher Qualifikation wie ihre männlichen Mitbewerber in den Bereichen vorrangig zu berücksichtigen, in denen sie unterrepräsentiert sind, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. (2) Bei der Übertragung einer Tätigkeit in einer höheren Entgelt- und Besoldungsgruppe sind Frauen bei gleicher Qualifikation wie ihre männlichen Mitbewerber vorrangig zu berücksichtigen, wenn sie unterrepräsentiert sind, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Das gilt auch bei der Übertragung eines anderen Dienstpostens und bei Beförderung. (3) Unbeschadet dienstrechtlicher Regelungen dürfen bei Bewerbungen um eine andere Stelle den Bediensteten keine Nachteile aus einer Beurlaubung, Ermäßigung der Arbeitszeit oder Teilzeitbeschäftigung erwachsen. (4) Die Qualifikation ist ausschließlich an den Anforderungen des Berufes, der zu besetzenden Stelle oder der Laufbahn zu messen. Spezifische, zum Beispiel durch Familienarbeit, durch soziales Engagement oder ehrenamtliche Tätigkeit erworbene Erfahrungen und Fähigkeiten sind Teil der Qualifikation im Sinne des Absatzes 1 und 2, wenn sie bei der Ausübung der jeweiligen Tätigkeit dienlich sind. (5)
Eine Unterrepräsentation
liegt vor, wenn in den einzelnen Entgeltgruppen der
jeweiligen Personalgruppe einer Dienststelle nicht mindestens zur
Hälfte Frauen
vertreten sind. Dies gilt auch für die nach dem
Geschäftsverteilungsplan vorgesehenen
Funktionsebenen. § 5 Benennung und EntsendungBei
Benennungen für und
Entsendungen in Gremien, öffentliche Ämter,
Delegationen, Kommissionen,
Konferenzen, repräsentative Funktionen, Veranstaltungen und
Personalauswahlgremien sollen Frauen zur Hälfte
berücksichtigt werden. § 6 Frauenförderpläne(1) Die Behörden und Dienststellen haben für ihren Bereich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Frauen gezielt zu fördern. Es sind in jeder Dienststelle Daten zur Erstellung einer Analyse über die Beschäftigungsstruktur zu erheben. Die Analyse ist jährlich fortzuschreiben. Zum Abbau der Unterrepräsentation der Frauen sind Frauenförderpläne in den Dienststellen aufzustellen, die Zielvorgaben und einen Zeitrahmen enthalten sollen. Für die Erstellung der Analyse sind die diesem Gesetz als Anlage beigefügten Vorgaben für die Datenerhebung maßgebend. (2) Wenn Aufgaben des Personalwesens, insbesondere Personalentwicklungsplanung, -förderung, -einsatz, Ausbildung und berufliche Weiterbildung zentral von einer Behörde für mehrere Behörden wahrgenommen werden, erstellt diese, gegebenenfalls in Abstimmung mit der abgebenden Behörde, einen behörden- und dienststellenübergreifenden Frauenförderplan nach Absatz 1. (3)
Die Frauenförderpläne nach
Absatz 2 sind der Zentralstelle für die
Verwirklichung der
Gleichberechtigung der Frau zur Stellungnahme vorzulegen. § 7 Stellenausschreibungen(1) Stellenausschreibungen müssen in weiblicher und männlicher Form der Stellenbezeichnung erfolgen. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, ist der Ausschreibungstext so zu gestalten, dass Frauen aufgefordert werden, sich zu bewerben. Dabei ist auf die Zielsetzung dieses Gesetzes, die Unterrepräsentation der Frauen zu beseitigen, hinzuweisen. (2) Absatz 1 gilt auch für Ausschreibungen von Ausbildungsplätzen. (3) Stellenausschreibungen müssen mit den Anforderungen der zu besetzenden Stelle übereinstimmen. (4)
Fragen nach einer
bestehenden Schwangerschaft sind im Einstellungsverfahren
unzulässig. § 8 Familiengerechte Arbeitsplatzgestaltung(1) Grundsätzlich sind Vollzeitarbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen sind Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie auch vorübergehend in der Form der Teilzeitbeschäftigung oder bei Ermäßigung der Arbeitszeit wahrgenommen werden können. Dies gilt insbesondere auch auf der Funktionsebene des gehobenen und höheren Dienstes sowie für entsprechende Positionen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. (2) Die Regelung des § 62 des Bremischen Beamtengesetzes gilt auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Geltungsbereich dieses Gesetzes ( § 2 ). In einem Tarifvertrag zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer getroffene Regelungen bleiben unberührt. (3)
Dem Wunsch von
Teilzeitbeschäftigten nach Aufstockung ihrer
wöchentlichen Arbeitszeit ist im
Rahmen der stellenplanmäßigen Möglichkeiten
zu entsprechen. § 9 Fort- und Weiterbildung(1) In die Fort- und Weiterbildungsangebote ist die Thematik "Gleichberechtigung von Mann und Frau" aufzunehmen. Das gilt insbesondere für solche Bildungsveranstaltungen, die auf die Übernahme von Vorgesetztenpositionen vorbereiten. (2) Frauen sind vermehrt als Leiterinnen und Referentinnen von Fortbildungsveranstaltungen einzusetzen. (3) Es sind Veranstaltungen anzubieten, die gezielt der Fort- und Weiterbildung von Frauen dienen, insbesondere auch solche, die Frauen auf die Übernahme höherwertiger Stellen vorbereiten. (4)
Fort- und
Weiterbildungsangebote sind so zu gestalten, dass Frauen besonders zur
Teilnahme motiviert werden. Die Veranstaltungen sind so zu planen, dass
Bedienstete mit Familienarbeit an ihnen teilnehmen können. § 10 Berufstätigkeitsunterbrechung(1) Beurlaubten Bediensteten ist die Möglichkeit zu eröffnen, Kontakte zum Beruf aufrechtzuerhalten. Ihnen sollen zeitlich befristete Beschäftigungsmöglichkeiten (Aushilfen, Urlaubs- und Krankheitsvertretungen) angeboten werden. (2) Fortbildungsveranstaltungen sind für beurlaubte Bedienstete kostenfrei zu öffnen. Auch die beurlaubten Bediensteten sind regelmäßig über das Fortbildungsangebot zu informieren. (3) Für beurlaubte Bedienstete sind besondere Fortbildungsveranstaltungen anzubieten, die geeignet sind, einen Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. (4)
Die
Fortbildungsveranstaltungen nach Absatz 2 und 3 sind
dienstliche
Veranstaltungen. Besoldung oder Arbeitsentgelt werden den beurlaubten
Bediensteten aus Anlass der Teilnahme jedoch nicht gewährt;
eine Anrechnung auf
die ruhegehaltsfähige Dienstzeit erfolgt nicht. § 11 Wahl(1) In jeder Dienststelle, in der ein Personalrat oder ein Richterrat zu wählen ist, werden eine Frauenbeauftragte sowie eine Stellvertreterin, die die Frauenbeauftragte bei Verhinderung vertritt, gewählt. (2) Wahlberechtigt sind die Frauen, die nach dem Bremischen Personalvertretungsgesetz oder nach dem Bremischen Richtergesetz für die Wahl des Personalrates oder des Richterrates wahlberechtigt sind. (3) Wählbar sind die Frauen, die nach dem Bremischen Personalvertretungsgesetz oder dem Bremischen Richtergesetz für die Wahl des Personalrates oder Richterrates wählbar sind. (4) Die Wahlen finden alle vier Jahre zeitgleich mit den Personalratswahlen oder Richterratswahlen statt. Außerhalb des regelmäßigen Wahlzeitraumes finden die Wahlen statt, wenn
Hat eine Wahl außerhalb des regelmäßigen Wahlzeitraumes stattgefunden, ist die Frauenbeauftragte im nächsten regelmäßigen Wahlzeitraum neu zu wählen. Ist die Frauenbeauftragte zu Beginn des nächsten regelmäßigen Wahlzeitraumes noch nicht ein Jahr im Amt, findet die Neuwahl im übernächsten Wahlzeitraum statt. (5) Die Frauenbeauftragte und ihre Stellvertreterin werden in geheimer und unmittelbarer Wahl in getrennten Wahlgängen nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl gewählt. Im Übrigen sind die Vorschriften über die Wahlvorschläge, die Bestellung des Wahlvorstandes durch die Dienststelle, die Aufgaben des Wahlvorstandes, den Schutz der Wahl, die Wahlkosten und die Wahlanfechtung für die Wahl des Personalrates oder Richterrates in ihrer jeweils geltenden Fassung sinngemäß anzuwenden. (6)
Der Senat wird ermächtigt,
durch Rechtsverordnung eine Regelung über die Vorbereitung und
Durchführung der
Wahl der Frauenbeauftragten und ihrer Stellvertreterin zu erlassen. § 12 AmtszeitDie
regelmäßige Amtszeit der
Frauenbeauftragten beträgt vier Jahre. Die Amtszeit beginnt
mit der Bekanntgabe
des Wahlergebnisses oder, wenn die Amtszeit der bisherigen
Frauenbeauftragten
noch nicht beendet ist, mit deren Ablauf. Sie endet spätestens
am
15. April des Jahres, in dem nach § 11
Abs. 4 Satz 1 die
regelmäßigen Wahlen oder nach § 11
Abs. 4 Satz 3 oder 4 die
Neuwahlen stattfinden. Das Amt erlischt vorzeitig, wenn die
Frauenbeauftragte
es niederlegt, aus dem Beschäftigungsverhältnis oder
aus der Dienststelle
ausscheidet oder die Wählbarkeit verliert. Die
Stellvertreterin rückt für den
Rest der Amtszeit nach. § 13 Aufgaben der Frauenbeauftragten(1) Die Frauenbeauftragte hat die Aufgabe, den Vollzug dieses Gesetzes in der Dienststelle zu fördern. Im Rahmen dieser Aufgabe ist sie von der Dienststellenleitung sowohl an der Planung als auch bei der Entscheidung der Dienststellenleitung, insbesondere bei personellen, sozialen und organisatorischen Maßnahmen, mitberatend zu beteiligen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben ist der Frauenbeauftragten Einsicht in Akten, Planungs- und Bewerbungsunterlagen zu gewähren. Personalakten darf die Beauftragte nur mit Zustimmung der betroffenen Beschäftigten einsehen. An der Aufstellung des Frauenförderplanes ist sie zu beteiligen. (2) Hält die Frauenbeauftragte eine beabsichtigte Maßnahme nach Absatz 1 oder eine Personalentscheidung im Sinne der §§ 3 und 4 oder eine Entscheidung über die Zulassung zu Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Aufstiegslehrgängen, Arbeitszeitreduzierung oder Beurlaubung für unvereinbar mit den Bestimmungen dieses Gesetzes, so kann sie binnen einer Woche nach ihrer Unterrichtung widersprechen. Über diesen Widerspruch entscheidet, auch bei Maßnahmen nachgeordneter Dienststellen, die zuständige Senatorin oder der zuständige Senator. Wird dem Widerspruch der Frauenbeauftragten nicht abgeholfen, so kann die beabsichtigte Maßnahme erst dann dem zuständigen Personalrat nach § 58 des Bremischen Personalvertretungsgesetzes vorgelegt werden, wenn sie zuvor gegenüber der Landesbeauftragten für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau schriftlich begründet worden ist. (3) Beantragt der Personalrat eine Maßnahme, wie sie im vorstehenden Absatz benannt ist, nach § 58 Abs. 4 des Bremischen Personalvertretungsgesetzes , so hat die Dienststellenleitung die Frauenbeauftragte unverzüglich zu unterrichten. Die Frauenbeauftragte kann der beantragten Maßnahme binnen einer Woche der Dienststellenleitung gegenüber widersprechen. Schließt sich die Dienststellenleitung den Bedenken der Frauenbeauftragten nicht an, so gilt für die Entscheidung der Dienststellenleitung das im Absatz 2 geregelte Verfahren entsprechend. Lässt sich eine Entscheidung der zuständigen Senatorin oder des zuständigen Senators innerhalb der Frist des § 58 Abs. 4 Satz 2 Bremisches Personalvertretungsgesetz unter Darlegung der Bedenken der Frauenbeauftragten nicht herbeiführen, so ist dem Antrag des Personalrates von Seiten der Dienststelle zu widersprechen. Das weitere Verfahren ergibt sich aus den §§ 59 , 60 ff. des Bremischen Personalvertretungsgesetzes . (4) Bei der Stadtgemeinde Bremerhaven tritt an die Stelle der Senatorin oder des Senators die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister, bei der Bremischen Bürgerschaft der Vorstand, bei den sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen das zuständige Vertretungsorgan. (5) Bei Maßnahmen, die der Natur der Sache nach keinen Aufschub dulden, kann die Dienststellenleitung bis zur endgültigen Entscheidung vorläufige Regelungen treffen. Diese sind der Frauenbeauftragten gegenüber als solche zu bezeichnen. Die Frauenbeauftragte ist von der vorläufigen Regelung unverzüglich zu benachrichtigen. (6) Die Frauenbeauftragte ist verpflichtet, mit den Personalräten in Angelegenheiten, die die Zielvorstellungen dieses Gesetzes betreffen, eng zusammenzuarbeiten. Die Frauenbeauftragte hat das Recht, an allen Sitzungen des Personalrates mit beratender Stimme teilzunehmen. (7) Die Frauenbeauftragte hat das Recht, in regelmäßigen Abständen Einladungen der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau zu folgen, um gemeinsame Belange zu koordinieren. (8) Die Frauenbeauftragte ist berechtigt, Sprechstunden abzuhalten, die Beschäftigten zu unterrichten und zu beraten sowie Wünsche, Anregungen und Beschwerden entgegenzunehmen. (9)
Die Frauenbeauftragte hat
das Recht, mindestens einmal im Kalenderjahr eine Versammlung der in
der
Dienststelle beschäftigten Frauen durchzuführen. Die
für die
Personalversammlung geltenden Vorschriften des Bremischen
Personalvertretungsgesetzes sind entsprechend anzuwenden. § 14 Kosten der Tätigkeit der Frauenbeauftragten(1) Die durch die Tätigkeit der Frauenbeauftragten entstehenden Kosten trägt die Dienststelle. (2)
Die Dienststelle hat der
Frauenbeauftragten in dem zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen
Umfange
Räume, sachliche Mittel und Büropersonal
bereitzustellen. § 15 Persönliche Rechte und Pflichten der Frauenbeauftragten(1) Die Frauenbeauftragte führt ihr Amt unentgeltlich als Ehrenamt. (2) Sie darf in Ausübung ihres Amtes nicht behindert und wegen ihres Amtes nicht benachteiligt oder begünstigt werden; dies gilt auch für ihre berufliche Entwicklung. (3) Sie besitzt die gleiche persönliche Rechtsstellung, insbesondere den gleichen Kündigungs-, Versetzungs- und Abordnungsschutz, wie ein Mitglied des Personalrates oder Richterrates, die Stellvertreterin wie ein stellvertretender Personalrat. (4) Die Frauenbeauftragte ist ohne Minderung der Bezüge oder des Arbeitsentgelts von der dienstlichen Tätigkeit zu befreien, soweit es nach Art und Umfang der Dienststelle zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendig ist. Satz 1 gilt entsprechend für die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, soweit diese Kenntnisse vermitteln, die für die Arbeit der Frauenbeauftragten erforderlich sind. Wird die Frauenbeauftragte durch die Wahrnehmung ihrer Aufgaben über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus beansprucht, gilt die Mehrbeanspruchung als Leistung von Mehrarbeit oder Überstunden. (5)
Die Frauenbeauftragte und
ihre Stellvertreterin sind verpflichtet, über die
persönlichen Verhältnisse von
Beschäftigten, die ihnen auf Grund ihres Amtes bekannt
geworden sind, sowie bei
Angelegenheiten, die ihrer Bedeutung oder ihrem Inhalt nach einer
vertraulichen
Behandlung bedürfen, auch nach dem Erlöschen des
Amtes Stillschweigen zu
bewahren. Die Verpflichtung besteht bei Einwilligung der
Beschäftigten nicht
gegenüber der Dienststelle und dem Personalrat oder dem
Richterrat. § 16 Berichtspflicht(1) Der Senat berichtet der Bürgerschaft im Abstand von zwei Jahren über die Durchführung dieses Gesetzes. (2) Der Bericht wird auf der Grundlage der Analyse der Dienststellen erstellt und gibt Auskunft über die bisherigen und geplanten Maßnahmen zur Durchführung dieses Gesetzes. (3)
Die Bremische Zentralstelle
für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau kann
eine Stellungnahme
zu dem Bericht abgeben. Die Stellungnahme ist mit dem Bericht des
Senats an die
Bürgerschaft weiterzuleiten. § 17 LeistungsbeurteilungIm
öffentlichen Dienst sind
Erfolge und Misserfolge bei der Umsetzung dieses Gesetzes im Rahmen der
Leistungsbeurteilung
der in den Dienststellen für die Umsetzung dieses Gesetzes
verantwortlichen
leitenden Personen zu berücksichtigen. § 18 Übergangsvorschriften(1) Die Frauenbeauftragte und ihre Stellvertreterin werden erstmals spätestens ein halbes Jahr nach In-Kraft-Treten dieses Gesetzes gewählt. (2)
Die erste Analyse nach
§ 6 Abs. 1 ist mit Stichtag vom 1. des 3.
Monats nach In-Kraft-Treten
dieses Gesetzes zu erstellen. Anlage 1(zu Artikel 1 § 6 des Gesetzes zur Gleichstellung von Frau und Mann im Öffentlichen Dienst des Landes Bremen)Zur Erstellung der Analyse nach § 6 Abs. 1 sind folgende Daten zu erheben:
|