Desserts
Blätterteig
"Surprise"
Yoghurt-Beerenbecher
Bianco
mangiare con crema al caramello (Karamelcreme)
schnelle Karamelsauce
Reichhaltiges Apfelkompott mit Mohn und Rosinen
Blauschimmelkäse mit Nüssen
Zugegeben: Diesen Bereich der
Küche habe
ich eigentlich eher selten betreten. Käse oder Kaffee zum
Abschluß eines Essens hat mir immer gereicht. Die meisten
bekannten Desserts sind mir zu süß, zu schwer oder
beides. Nach einem umfangreichen Essen möchte ich mich und
meinen Magen mit solchen Kalorien- und Geschmacksbomben nicht
belasten. Ich denke dabei z.B. bei dem unsäglichen
Mousse au Chocolade. Das kann ich nur essen, wenn eine Dose
Ölsardinen
zum nachschmecken parat steht.
Nicht viel besser sind die meisten
"Annäherungen
an Tiramisu", der Nachspeise der Prä-Legging Ära.
Obstsalat ist mir wiederum zu banal.
Falls ich dann doch mal in die
Verlegenheit kam,
´was Süßes zum Dessert anbieten zu
müssen,
habe ich einen "Blätterteig Surprise" zubereitet:
| Blätterteig
"Surprise" | - 1 Paket
Tiefkühlblätterteig
- 1 Paket
Tiefkühlwaldbeeren (besser: selbstgepflückte, aber es
geht auch "unpflügged")
- Schlagsahne,
Vanilleeis, Eigelb, Mandelblätter, irgendeine passende
Konfitüre.
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|
Die rechteckigen
Blätterteigstücke
werden nach Vorschrift aufgetaut und mit einem Schnitt in Quadrate
geteilt. Die Quadrate werden mit verquirltem Eigelb bepinselt,
darauf kommt Hagelzucker und die Mandelblätter. Dann werden
sie nach der Packungsvorschrift gebacken. Wenn alles richtig war,
müßten sie sich jetzt ordentlich aufgeplustert
haben.
Wegstellen.
Die Beeren (können auch
Solo-Himbeeren sein,
oder Sauerkirschen) werden mit der Konfitüre erhitzt (oder
mit Kirschsaft und etwas Stärke) bis ein
Grützeähnliches
Produkt entsteht. Nicht zu Süß! Die Sahne wird
geschlagen
bis sie sich vor Schmerzen versteift und das Eis kann so bleiben. Das kann alles schon am Tag vor dem Menü vorbereitet werden.
Erst wenn dann Alle sich die Reste des
vorletzten Ganges
aus den Mundwinkeln geputzt haben, stelle ich in der Küche
Dessertteller bereit, schneide die Blätterteigdinger quer
durch und lege die entstandenen Böden auf die Teller. Auf
die Böden kommt je eine Portion Vanilleeis, darauf ein
ordentlicher
Klacks von den (aufgewärmten) Beeren, darauf und drumherum
die Schlagsahne. (Blätterteig-) Deckel drauf und servieren. Surprise
nenne ich das Werk, weil es mit warmen und kalten Bestandteilen
überrascht, kompliziert aussieht, aber überraschend einfach geht.
| 
Hier
ist zwar einiges anders: Es sind kalte Erdbeeren und etwas Erdbeermus
auf dem Eis und statt Mandeln ist Sesam auf dem Deckel. Das Prinzip ist
aber das gleiche.
Foto: Dr. U. K. |
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Yoghurt-Beerenbecher
Dazu werden die gleichen Beeren
hergestellt wie
im obigen Rezept. Auch die Schlagsahne ist die gleiche, unter
die wird allerdings die gleiche Menge Yoghurt (naturell) gehoben.
Dieser Sahneyoghurt wird dann mit Zitronensaft herzlich
gesäuert
und nur so weit gesüßt wie dringend nötig.
Abwechselnd
schichte ich die rote und die weiße Masse in
möglichst
gläserne Eisbecher (die Farben sollen ja zur Geltung kommen!)
und serviere. Wenn vom Blattsalat mit Walnußöl noch
gehackte Nüsse übrig sind, können die gerne
über
alles drüber gestreut werden (oder Krokant?).
Wenn in der Sahne Sahnesteif war,
können
die fertig gefüllten Becher in der Speisekammer auf ihren
Einsatz warten.
Nun läßt es sich aber
nicht vermeiden,
daß irgendwann die Lateinlehrerin der Tochter, der regionale
Stadtplaner oder sonst ein Angehöriger der Toscanafraktion
zum Essen kommt. Das sind die, die ihre aus Protest eingesparten
Gewerkschaftsbeiträge regelmäßig beim
Nobelitaliener
verfressen. Oder es kommt jemand den wir besonders lieben. Dann
sollte es schon
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Bianco mangiare con crema
al caramello
oder kurz
Dessert a
la Casa Dieci B
sein. Dabei handelt es sich um eine
Kombination
aus einem Mandelpudding und einer Karamelcreme, die voraussichtlich
schon bei der Beschaffung der Zutaten Probleme bereitet. Wir brauchen
dazu nämlich Bittermandeln und die sind so giftig,
daß
man sie nur in der Apotheke bekommt. Also da irgend etwas von
Weihnachtsbäckerei murmeln, auf keinen Fall "... die
bring´ ich um, die blöde Ziege". Gute Apotheken
(mit sehr netten Apothekerinnen!), z. B. die "Knüllwald
Apotheke" in Remsfeld, besorgen einem die Mandeln sogar noch
per Notdienst am Samstag, wenn man den Anlass nur recht plausibel
darstellen kann.
Hier die Zutaten:
Für die Mandelpuddingcreme:
150 ccm Milch, 50 g abgezogene Mandeln, 8
g geschälte
Bittermandeln, 5 g Gelatine (gemahlen), 60 g Puderzucker, 200
g Schlagsahne, 3 El Kirschwasser (oder Grappa) .
Die Gelatine nach Anweisung
auflösen. Beide
Mandelsorten mit der Milch pürieren und anschließend
durch ein Tuch pressen. Dann wird in einer
Rührschüssel
das Mandelpüree mit dem Puderzucker, dem Grappa, der
geschlagenen
Sahne und der Gelatine (Packungsanweisung beachten!) vermengt.
In eine Form gießen und kalt stellen (ca. vier Stunden).
Für die Karamelcreme brauchen wir:
250 g Zucker, 10 g Speisestärke, 1/2 l Milch, 5 Eigelb, 1
Päckchen Vanillezucker.
Von dem Zucker lassen wir 150 g mit etwas
Wasser
karamelisieren. Wie bitte?
Ja, karamelisieren. Das geht so: In einem
robusten
Topf (zum Beispiel in dem, in dem die Kinder Popcorn machen
dürfen)
wird der Zucker geschmolzen und dann weiter erhitzt, bis er sich
zu färben beginnt. Achtung: Das Zeug gewinnt eine ziemliche
Eigendynamik! Selbst wenn der Topf schon längst vom Feuer
genommen wurde, karamelisiert es sich
nämlich
noch weiter. Also nehmen wir den Topf vom Feuer wenn eine gut
dunkelblonde Färbung erreicht ist.
Jetzt werden die Eigelbe mit dem Rest
Zucker (100
g), der Speisestärke und dem Vanillezucker schaumig
gerührt.
Die Milch haben wir unterdessen zum Kochen gebracht und rühren
sie kochend dazu. Jetzt geben wir - immer mal abschmeckend - den
Karamel (also den angebrannten Zucker) dazu. Wenn ein schöner
Karamelgeschmack erreicht ist, kann das Ganze abkühlen.
Die Karamelcreme wird dann auf Teller
verteilt,
der Mandelpudding in Scheiben geschnitten und auf der Creme
angerichtet.
Man kann das dann noch mit gerösteten Mandelblättern
garnieren. Das Minze- oder Zitronenkrautblatt kann, muß
aber nicht sein.
Manche Menschen trinken dazu einen ein
Jahr alten
Moscato d'Asti (Piemont) aus einem möglichst langstieligen
Glas. Ein guter Espresso hinterher ist aber wichtiger.
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Es gibt übrigens auch
noch die
schnelle Karamelsauce
Dazu werden 90 g Zucker im Topf
zum karamelisieren
gebracht, mit 200 g Sahne aufgegossen und verrührt. Fertig
ist die Caramelcreme, sie kann über Walnusseis gegossen werden
und gibt schon ein wunderbares Dessert.
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| Reichhaltiges
Apfelkompott |
- vier mittelgroße mürbe
Äpfel
- 100 g Rosinen
- Butter
- 2 El Mohn
- 1/2 Becher Sahne oder Crème fraiche
- 1 reichliches Schnapsglas Calvados
- Rohrzucker nach Belieben
- 4 Tl Preiselbeerkompott
|
Während
die Rosinen im Calvados baden, werden die
Äpfel geschält, vom Kerngehäuse
befreit und in
kleine Stücke geschnitten. Diese
Stücke
dünsten wir unter Rühren in einer Sauteuse (oder
sonst einem
kleinen Stieltopf) in Butter nicht zu weich. Je nach Belieben und nach
der Eigensüße der Äpfel werden diese mit
Rohrzucker
bestreut und karamelisieren leicht. Über die
Apfelstücke
gießen wird dann den Calvados mit den Rosinen und
zünden ihn
(beziehungsweise den Alkoholdunst der zu entweichen versucht) an und
lassen ihn abfackeln. Achtung: Ggf. Dunstabzugshaube vorher abschalten oder
den Topf vorübergehend vom Herd nehmen,
sonst kann es ein Fall für die Brandversicherung werden.
Nun kann der Mohn eingestreut, die Sahne angegossen und alles leicht
vermengt werden. Noch einmal abschmecken und auf vorgewärmte
Dessertteller verteilen. Mit je einem Tl Preiselbeerkompott garnieren
und noch warm servieren. |
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| Blauschimmelkäse mit Nüssen |
- Blauschimmelkäse nach persönlicher Vorliebe
- Walnüsse
- Süßer Sherry, z.B. Harveys Bristol Cream
- Evtl. Shortbread Fingers
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Das ist ein
ebenso einfaches wie effektvolles Dessert. Der kräftige Geschmack
des Blauschimmelkäses verbindet sich auf das Delikateste mit der
Walnuss und wird, nachdem der "Käse gegessen" ist, von dem
süßen Sherry nachträglich abgerundet.
Eine ausreichende Menge Blauschimmelkäse je nach persönlicher
Vorliebe (ich bevorzuge den cremigen Bresse Bleu oder den Saint
Agur, "une Roquefort en plus doux ...") wird rechtzeitig auf
Zimmertemperatur gebracht und in kleine Würfel zerteilt. Auf diese
kommt je eine halbe frisch geknackte Walnuss. Das war schon die
Zubereitung.
Gegessen wird je ein Würfel mit Nuss und bevor der letzte Rest des
Käses aus dem Mund verschwindet, trinkt man ein kleines
Schlückchen von dem Sherry und genießt die Verbindung der
drei Aromen im Mund. Wenn das vorhergehende Menü noch die weitere
Zufuhr von Kohlehydraten erlaubt, kann ein Shortbread Finger oder ein
vergleichbares Buttergebäck dazu gereicht werden.
Alternativ kann auch ein kräftiger Port dazu getrunken werden und
wer es komplett englisch mag, wird natürlich als Käse einen
Stilton wählen. |
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Ich
möchte
lieber etwas anderes kochen,
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Stand: 30.05.2009
